Viertelstunden

Das Theater der Straße

Die Bilder in „Viertelstunden" sind eine fotografische Liebeserklärung an die Stadt, das Licht und die Menschen. Sie erzählen von flüchtigen Momenten: Glück und Traurigkeit, Freude und Warten, Eile und Einsamkeit.

Diese Serie entstand während unzähliger Spaziergänge – morgens vor der Arbeit und abends danach. Das Gerberviertel in Stuttgart, das Zentrum und die angrenzenden Bezirke, sowie meine erste Zeit in München wurden zu meinem fotografischen Revier. Ich beobachtete, wie sich Szenen spontan entwickelten, wie Menschen und Licht interagierten, wie sich das Alltägliche zum Besonderen wandelte.

Die Stadt wird zur Theaterbühne, zum Wimmelbild urbanen Lebens. Jeder Spaziergang offenbarte neue Konstellationen, unerwartete Kompositionen, stille Dramen. In Viertelstunden – kurzen Zeitfenstern zwischen Arbeit und Feierabend, in kleinen Bezirken des täglichen Lebens – entstanden diese Fragmente einer Stadt, die sich ständig neu erfindet, während sie dieselbe bleibt.