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In meinen Arbeiten beschäftige ich mich mit Ereignissen, bei denen der Zufall eine entscheidende Rolle spielt.

Vertraute, alltägliche Orte werden zur Bühne für das Geheimnisvolle, Verborgene und Unentdeckte, das sich hinter der Oberfläche des städtischen Lebens verbirgt. Diese flüchtigen Momente – ein unerwartetes Lichtspiel, eine zufällige Begegnung, ein übersehenes Detail – offenbaren die poetische Dimension des Gewöhnlichen und zeigen: Das Außergewöhnliche muss nicht gesucht werden. Es existiert bereits, wartend darauf, bemerkt zu werden.

Ich bin Jens Franke. Aufgewachsen im idyllischen Isartal, habe ich mein Leben in verschiedenen Städten und Ländern verbracht. Vor allem in Stuttgart und München habe ich als studierter Designer und selbsternannter Fotograf in den letzten 10 Jahren nach einer fotografisch relevanten Exotik im Alltag gesucht – jenen besonderen Momenten, die sich im Gewöhnlichen verbergen. Diese Suche hat meinen Blick geschärft für die subtilen Narrative, die sich im urbanen Raum entfalten.

Mit den Augen eines Designers und dem Instinkt eines Journalisten habe ich mich auf die Dokumentar- und Porträtfotografie spezialisiert. Besonders die Porträtfotografie und die fotografische Arbeit mit Menschen liegt mir am Herzen – die Inszenierung individueller Eigenheiten, Fähigkeiten und Charakterzüge, die jede Person einzigartig machen. Jedes Gesicht erzählt eine Geschichte, jede Geste verrät einen Charakter. Meine Aufgabe sehe ich darin, diese nonverbalen Erzählungen sichtbar zu machen und ihnen einen visuellen Rahmen zu geben, der ihre Authentizität bewahrt und gleichzeitig verstärkt.

Meine Arbeiten verdeutlichen, dass gerade die Dokumentarfotografie einen durchdachten gestalterischen Ansatz verdient und davon profitiert, wenn visuelle Konzepte bewusst eingesetzt werden. Komposition, Licht und Timing sind keine Zufallsprodukte, sondern bewusste Entscheidungen, die dem dokumentarischen Moment Struktur und visuelle Kraft verleihen. So entsteht eine Fotografie, die gleichzeitig wahrhaftig und gestaltet ist – authentisch in ihrer Beobachtung, präzise in ihrer formalen Ausführung.

Am Freitag eröffnet im Kunstbezirk seine Ausstellung mit dem Titel “Little Districts”. Die Arbeiten, die dort zu sehen sind, zeigen vertraute aber durch ungewöhnliche Perspektiven verfremdete Orte Stuttgarts - “Die Bilder spielen mit der Wechselwirkung zwischen den Menschen, der sie umgebenden Architektur und dem Einfluss des Zufalls”, steht es im Ausstellungstext.
Stuttgarter Zeitung
„Jens Franke beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Ereignissen, bei denen der Zufall eine entscheidende Rolle spielt. Für die Ausstellung “Little Districts” werden vertraute Orte Stuttgarts zur Bühne für das Mysteriöse, das Verborgene und das Unentdeckte, das sich hinter der vielschichtigen Oberfläche verbirgt. “
Kunstbezirk Stuttgart
Jens Franke läuft mit offenen Augen durch die Stadt, die Kamera immer im Anschlag, immer bereit das perfekte Foto zu schießen. In den vergangenen Jahren hat der Stuttgarter so ein ganz eigenes Portrait des Kessels und seiner Bewohner entworfen. Er fotografiert, was anderen vielleicht entgehen würde und aus Perspektiven, die oft ungewöhnlich sind.
Stuttgarter Zeitung

Presse

2014Stuttgarter Zeitung "Frankes Welten"
2014 – MRKT Online Magazin: „Jens Franke und sein Stuttgart"
2014 – Stuttgarter Zeitung: „Die Exotik im Alltag"
2014 – Fujifilm UK: „Jens Franke combines street photography with …"
2013Stuttgarter Zeitung: „Stuttgart und seine Gesichter"
2013 – Stuttgarter Zeitung: „Little Districts"
2013 – Photography Blogger: „B/W Street Photography by Jens Franke"
2013 – Leica Camera Forum: „Made with Leica #20 Jens Franke"
2012Stuttgarter Zeitung: „Nichts Gestelltes, nichts Gestyltes"

Workshops

2014–2017 – Fotoworkshop „Straßenfotografie" für die VHS Ulm in Zusammenarbeit mit Bettina Michel

Ausstellungen

2014„Straßenfotografien aus Stuttgart", Outer Rim, Stuttgart
2014„Little Districts", Kunstbezirk, Stuttgart
2013„Vertraute Fremde", Ebene 0, Stuttgart
2012 – „Eckensteher", Lichtbildnerei, Stuttgart

Veröffentlichungen

2016 – Bilderstrecke im „The Hedonist Post #02" Magazin von Paul Ripke
2016 – Buch „Little Districts"